Burnie's berichten über sich selber...

 

Burnout heißt für Börni’s auch…

 -      weniger Selbstbewußtsein

-       weniger Vitalität/ weniger positive Lebenskraft

-       weniger Lust

-       weniger Lebenswillen

-       weniger Interesse

-       weniger Begeisterungsfähigkeit

-       weniger Konzentration

-       weniger Mut

-       weniger (Erinnerung an) Träume

-       weniger Freude/ weniger Spaß

-       weniger Intensität/ Berührbarkeit

-       weniger Emphathie

-       weniger Geduld

-       weniger Leistungsfähigkeit

-       weniger Engagement

-       weniger Entscheidungsfähigkeit

-       weniger Sinn

-       weniger Optimismus

-       dafür aber deutlich mehr Pessimismus

-       Mißtrauen gegen die eigenen Gefühle

-       Mehr Isolation/ Rückzug

-       Vertrauensverlust allgemein

-       Fehlende Zukunftsperspektiven

-       Zweifel

-       Orientierungslosigkeit

-       Mehr Angst/ viel Angst

-       Zwanghaftes Denken

-       Existenzängste

-       Verlust der tragenden Werte/ Verlust der Indentifikation

-       Verlust von sozialen Kontakten

-       Resignation

 

Dies ist das Ergebnis einer Gruppenarbeit der „SHZ-Gruppe 2“ im November’11

 

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Häufig genannte Beschwerden, vor einer Diagnose „Burnout“...

-       Kopfschmerzen

-       Schwindel

-       Tinnitus

-       Akkommodations-Schwierigkeiten, insbesondere von Nah- auf Fernsicht

-       Sich verschlechternde Augen.

-       Knackgeräusche in den Kiefergelenken

-       Nächtliches Zähneknirschen/ Zähnebeißen

-       Verspannungen Hals/ Nacken

-       Lippenherpes

-       Massiver Haarausfall

-       Verschlechtertes Hautbild

-       Komischer Geschmack im Mund (algig, metallisch, dumpf,…)

-       Belegte Zunge

-       Auftreten oder Sichverschlimmern von Hauterkrankungen: Nesselfieber, Schuppenflechte,

        Trockenheit, diffuser Juckreiz, …

-       Persistierende Ohrwürmer, die sich nicht killen lassen – manchmal über Tage

-       Unklarer, quälender Juckreiz, oft abends (wechselt auch die Stelle)

-       Mißempfindungen (~ Parästhesien) wie: eingeschlafenes Gefühl der Gliedmaßen mit

        Kribbeln, Gefühl von „feuchter Eiseskälte“ an den Füssen

-       Persistierender Schluckauf, solange bis es weh tut. Springt immer wieder an

-       Kloß im Hals

-       Brustenge (man kann nicht mehr durchatmen)

-       Blähbauch ohne erlösenden Luftabgang

-       Unsteady Legs (~ Unfähigkeit in Entspannung die Beine ruhig halten zu können)

-       Verminderter Appetit bis hin zum Verweigern oder Vergessen der Nahrungsaufnahme

-       Gewichtsverlust

-       Einseitiger Heißhunger (Schokolade, Gummibärchen, Kaffee, Alkohol, …)

-       Schulterschmerzen

-       Knieschmerzen

-       Bandscheibenschmerzen, insbesondere „Ischias“-Probleme

-       Schwere, nächtliche Wadenkrämpfe

-       Durchfall/ Verstopfung – alles immer im Wechsel

-       Unverträglichkeit/ Ablehnung bestimmter Speisen

-       Gastritis/ gastritiöse Beschwerden

-       Extreme Lärmempfindlichkeit. Gereizte und aggressive Reaktion auf Lärm. (Am

        schlimmsten: Rascheln/ Knistern, Autos bei Regen, Schnarchen und bestimmte

        Stimmlagen)

-       Permanente Müdigkeit. Schlaf erfrischt nicht, man steht auf, wie gerädert

-       Einschlaf-/ Durchschlafprobleme. Nächtliches Erwachen

-       Unfähigkeit sich auf anstrengende Sachzusammenhänge konzentrieren zu können

-       Unwilligkeit sich auf „chaotische Zusammenhänge“ zu konzentrieren

-       Vergesslichkeit, Zerstreutheit, allgemeine Verpeiltheit (inkl. Ärger über sich selber)

-       Unwillen sich „in die Angelegenheiten“ anderer Leute reinziehen zu lassen

-       Unwillen über „die eigenen Angelegenheiten“ Auskunft zu geben

-       Deutlich herabgesetzte Belastbarkeit

-       Überforderung und Unwillen

-       Leichtes Ausbrechen von Tränen oder Zorn

-       Gewaltphantasien

-       Beginnen und sofortiges Vergessen von Aktionen (offene Kühlschränke, offene Haustüren,

        vor der Tür stehengelassene Einkäufe und Koffer, nicht aufgelegte Telefone, Töpfe und

        Backöfen mit verbranntem/qualmendem/stinkendem Irgendwas drin, 43-Minuten-

        Früchstücks-Eier, nie zuende gekochte Kafee’s oder 22-Minuten-Tee’s…)

-       Zwanzig Sachen gleichzeitig, von denen alle aber immer wieder zugunsten der jeweils  

         zuletzt begonnenen Aktivität sofort wieder vergessen werden (~ Schlachtfeld)

-       Zwangsgedanken mit suzidaler/ gemeingefährdender Tendenz

-       Ungeduld gegen „Blödheit“, „Nicht Verstehen“, „Trödeleien“ … von Anderen

-       Unproduktives Gedankenkarussel ist nicht mehr anzuhalten

-       Albträume, so schlimm das sie einen bis in den Tag hinein verfolgen

-       Erhöhte Infektneigung für Rhinitiden und Virus-Grippen

-       Verlust des sexuellen Interesses

-       Beschwerden der Galle/ Schmerzen unter dem rechten Schulterblatt

-       Desinteresse am eigenen Erscheinungsbild

-       Sich verschlimmernde Allergien

-       Desorientheit in Zeit, Raum, Termin, Tag und Woche

-       Sich plötzliches Verlaufen an bekannten Orten

-       Plötzliche Minuten-Amnesie: wo muss man jetzt überhaupt hin - und warum??

-       Sich ständiges Verfahren mit U-/S-Bahn (falsche Richtung, falsche Haltestelle, falsche

         Bahn, überhaupt wahrscheinlich sowieso der falsche Tag…)

-       Angst vor Post (speziell vor bestimmten Briefen)

-       Wiederholtes Liegenlassen, Vergessen, Verschlampen und Verlieren von wichtigem

         Equipment

-       Unfähigkeit einen klaren Gedanken zu fassen, oder überhaupt vernünftig zu denken

-       Fatique (~ chronisches Erschöpfungs-Syndrom)

-       Verlust der Lebensfreude und der Zukunftsperspektive (Stellen von „Sinn-Fragen“)

-       Nicht unterbrechen können, weil man Angst hat, nie wieder dort ansetzen zu können.

        Geistige und körperliche Hyperaktivität

-       Alkohol (insbesondere Wein und Bier) werden abends als Quelle der Entspannung

         erkannt und benutzt

-       Unerträglichkeit von wiederholten Unterbrechungen und Störungen

-       Einschlafen ist eim einfachsten nur vor dem laufenden Fernseher möglich

-       Installieren von immer ausgefeiltere Methoden der „Organisation und Kontrolle“ – können

        alle nicht gefüllt und getragen werden

-       Neigung sich bei der Arbeit „wegzutrödeln“ und in Nebensächlichkeiten „Betriebsamkeit“

         zu demonstrieren (Emails aufräumen, Ablage machen, …)

-       Hoher Kaffee-/ Tee-Konsum

-       Immer wieder aufflammender Scheidenpilz (insbesondere nach Mens)

-       PMS/ heftige Menstruationskrämpfe/ extremes Brustspannen

-       Erhöhter Krankenstand

-       Erhöhte Wetterfühligkeit

-       Neigung ständig zu frösteln

-       Steifigkeitsgefühle, Eindruck eingeschränkter körperlicher Beweglichkeit

-       . . .

 

 Dies ist das Ergebnis von  Gruppenarbeite der „SHZ-Gruppe 1“ im Oktober’10 und "SHZ-Gruppe 2" im Mai'11

 

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Woran ich wahrscheinlich ausgebrannt bin…

 An dieser faszinierend bunten Aufstellung kann man deutlich erkennen, warum Börnaut ein ernstzunehmendes Problem ist, dass sich durch die gesamte Bevölkerung zieht. Es trifft nicht nur die sogenannten „helfenden Berufe“… Es trifft jeden, der seinem Schicksal begegnet und diesem nichts mehr entgegenzusetzen hat, weil er scheinbar all seine Mittel erfolglos ausgeschöpft hat. Fazit: „Es hat alles nichts gebracht. Es war alles so sinnlos…“

 

-       Job/ Karriere

-       Herkunfts-Familie

-       Beruf: Krankenschwester

-       Beruf: Altenpfleger

-       Beruf: Sozialpädagoge, Schwerpunkt „Kinder“

-       Ich bin trotz bindender Zusage nicht befördert worden, dann sogar zurückgestuft

-       Firma ging plötzlich in Konkurs

-       Kündigung

-       Ehe gescheitert/ Kind entzogen

-       Rente/ gesundheitsbedingte Frührente

-        Plötzlich verlorener Glaube an „etwas Höheres“   („Plötzlich ergibt nichts mehr einen Sinn

          für mich und mein Leben!“)

-       Tod des Lebenspartners

-       Opfer von Betrug durch Geschäftspartner

-       „Ich wollte einfach immer nur dazugehören und von allen gemocht werden!“

-       Im falschen Körper leben müssen und kein Geld zu haben das korrigieren zu können

-       Tod des Kindes

-       Opfer des Aktien-/ Bankencrashes

-        Job im Mittleren Management   („Von unten mobben sie und von oben hauen sie auf mich

          drauf!“)

-        Falscher Beruf   („Ich habe immense finanzielle Verpflichtungen, ich kann nicht

          ausbrechen!“)

-        Selbständigkeit   („Ich habe Existenzängste  weiß daher nie, wann genug ist!“)

-        Gescheiterte Selbständigkeit   („Ich hatte alles, jetzt hab’ ich Hartz4!“)

-       Zerbrochene Beziehung/ enttäuschte Liebe

-       Opfer von Mobbing – und noch am Arbeitsplatz

-       Opfer von Betrug beim Bau des eigenen Hauses unter Kreditnahme

-       Opfer von Mobbing und (wahrscheinlich deshalb) gekündigt worden

-       Projekte finden niemals statt, oder „sterben an der Blödheit des Teams/ der Chefs“

-        Doktorarbeit   („Ich dachte das wäre was tolles, dabei geht es nur um das Zitieren!“)

-        Ausbildung zum Heilpraktiker   („Ich dachte ich hätte DEN Weg gefunden zu helfen“)

-        Familiärer Pflegefall zuhause   („Ich steh’ total alleine davor, keiner unterstützt mich!“)

-        Studium   („Ich habe schon während des Studiums festgestellt, ich sitze auf einem

          falschen Ast! Aber ich kam da nicht mehr raus...“)

 

 

Dies ist das Ergebnis einer Gruppenarbeit der „SHZ-Gruppe 1“ im August’10

 

 

 

© Nicole Diercks, 2012

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